Bericht an den Landesverband

Das Kreuz hängt woanders. Der Prediger predigt nicht mehr vorne, bzw. vorne ist jetzt auf der anderen Seite. Die Sitzreihen sind umgedreht und neue Stühle bestellt. Was ist los in Ostrhauderfehn? „Siehe, ich will Neues schaffen!“ sagt uns Gottes Wort. Ist es besonders? Nein. Gott schafft immer Neues. Es kann nicht anders sein. Er ist am Werk. Der Herr wird sein Werk vollenden. Nur wir, wir erkennen sein Wirken meistens erst im Rückblick.

Rückblickend ist augenscheinlich festzustellen, dass im Bereich der Kinderarbeit viel Frucht gewachsen ist. Gerade trafen sich 31 Kids, davon 10 Kids mit Migrationshintergrund, sowie zehn Mitarbeiter, zu einem zweitägigen Event mit Übernachtung. Das Thema „Gott loben“. Im ganzen Hause wurde gespielt, gesungen, getanzt und gelacht. Die neue Raumordnung wurde total auf den Kopf gestellt. Danach drängte die fröhliche Schar nach draußen. Dem Regen und Sturm trotzend machte sie sich auf den Weg, um in den benachbarten Supermärkten zu singen. Das Kaufhaus Wreesmann bildete das Schlusslicht. Zur Belohnung gab es etwas zu trinken, sowie Kuchen und Brötchen satt. Von den Kleinen können wir Großen viel lernen.

Dennoch, Neues gibt es auch von den Erwachsenen zu berichten. „Coming Home“ sollen die einmal monatlich stattfindenden Abendgottesdienste heißen. Ein erster Gottesdienst fand bereits statt. Die Resonanz war sehr erfreulich. Vielleicht werden wir durch diese neue Form des Gottesdienstes inspiriert, auch mehr und mehr rauszugehen. Aber es sollte nicht nur dabei bleiben Flyer zu verteilen. Wir selbst sollen Flyer für Jesus sein. Die Einladung möchte ohne viele Worte aus uns selbst heraus strahlen: „Komm und sieh!“

In den Abendgottesdiensten spielt unsere junge Lobpreisband:

Die Alten staunen: „In dem Alter! Ich wäre damals vor Angst in den Boden versunken.“ Zugegeben, es gibt auch andere Reaktionen: „Englische Lieder. Wie soll ich da mitsingen?“

Doch unser Schöpfer ist ein Gott der Vielfalt. Seine Kreativität im Bereich der Gaben schafft viel Raum, um gegenseitige Liebe untereinander einzuüben. Inneres und äußeres Wachstum inklusive. Wir sind mehr und mehr auf dem Weg.

Abschließend: Unsere EFG Ostrhauderfehn hat nicht nur das Mobiliar verändert. Die Gemeindeleitung hat Zuwachs bekommen. Mehrere untereinander befreundete junge Männer stellen sich in den Dienst und das gibt Grund zur Hoffnung. Zwar sind wir immer noch eine kleine Gemeinde mit einer kleinen Kraft. Aber der Herr ist unsere Kraftquelle.

Das wahre „Coming Home“ wird uns irgendwann mit allen Christen einen. Bis dahin ist es wichtig, dass der Vater im Himmel uns alle vor der Stunde der Prüfung bewahrt, die über das ganze Weltreich kommt. Niemand soll uns Königskindern unsere Krone stehlen (Offb. 3, 10; 11).

 

                                                                                                               Annegret Viëtor